Entwicklung des Business Case für das Cyber-Risikomanagement

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Heute müssen sich CSOs Tag für Tag mit zahlreichen Herausforderungen auseinandersetzen—Mangel an qualifizierten Mitarbeitern, inkonsistente Methoden, komplizierte Tools, schwammige Sprache und unklare Berichterstattung— und dies in einer Cyberrisikolandschaft, die sich ebenso rasch verändert wie das regulatorische Umfeld und die Bedrohungen. Infolgedessen ist das Cyberrisiko zu einem der wichtigsten Unternehmensrisiken geworden.

Leider zeigen Untersuchungen, dass bis zu 87 % der Vorstandsmitglieder und C-Level-Führungskräfte kein Vertrauen in das Niveau der Cybersicherheit ihres Unternehmens haben. Häufig besteht eine große Kommunikationslücke zwischen dem Bereich Cybersicherheit und dem Vorstand und viele Unternehmen stellen fest, dass sie nicht in der Lage sind, die richtigen bzw. zeitnahen Entscheidungen in Bezug auf Sicherheitsinvestitionen zu treffen oder ihren ROI für Sicherheitsausgaben präzise zu bestimmen.

Zur Verbesserung Ihrer Position im Bereich Cybersicherheit müssen Sie einen Business Case für Investitionen in eine Technologie entwickeln, die Ihr Cyberrisiko überwacht und auch mindert. Es folgen einige Ideen für den Einstieg.

Setzen Sie sich mit dem Vorstand zusammen, um über Ihre Geschäftsziele zu diskutieren

Beim Aufbau eines umfassenden Cybersicherheitsprogramms ist es wichtig, dieses Programm mit Ihren übergeordneten Geschäftszielen zu korrelieren. Setzen Sie sich mit dem Vorstand zusammen, um dessen Prioritäten zu diskutieren, damit Sie verstehen, wie das Unternehmen bestmöglich geschützt werden kann. Denn erst nach einer Identifizierung der Sicherheitsschwachstellen im Kontext Ihrer wichtigsten Geschäftsziele können Sie einen strategischen Plan für den Aufbau effektiver Gegenmaßnahmen formulieren.

Wenn Sie überprüfen, wie Sie Ihre Risiken mindern können, sollten Sie über die reine Erfüllung von Compliance-Anforderungen hinaus denken. Ein leistungsstarkes Cybersicherheitsprogramm umfasst zum einen eine detaillierte Analyse aller potenziellen Risikofaktoren und nicht nur der mit Compliance-Initiativen verbundenen Faktoren, und zum anderen Pläne zur Risikominderung für jeden einzelnen Faktor. Stellen Sie sicher, dass Sie konkrete Personen benennen, die für das Management und die Überwachung der in ihren Aufgabenbereich fallenden Risiken verantwortlich sind.

Sie sollten ebenfalls die Risikobereitschaft Ihres Unternehmens für jede Art von Aktivität ermitteln. Wie groß ist die Bereitschaft des Unternehmens, vor dem Hintergrund des potenziellen Nutzens bestimmte Risiken einzugehen? Erfassen Sie im Strategieplan Ihres Unternehmens sämtliche Risikofaktoren und priorisieren Sie diese nach Risikotoleranz und Eintrittswahrscheinlichkeit sowie möglichen Auswirkungen.

Kalkulieren Sie die mit der Minderung Ihrer Risiken verbundenen Kosten

Sobald Sie alle Ihre Risiken erfasst haben, können Sie nun einen genauen Blick auf die Kosten werfen, die in Verbindung mit der Minderung dieser Risiken anfallen. Ermitteln Sie, welche Ressourcen Sie sowohl für den technologischen als auch für den personellen Support benötigen, und erstellen Sie ein detailliertes Budget, das die obersten, mittleren und untergeordneten Prioritäten abbildet.

Erstellen Sie Pläne sowohl für langfristige Ziele, die über einen Zeitraum von einigen Jahren erreicht werden sollen, als auch für kurzfristige Umsetzungserfolge, die Sie im Rahmen Ihres vorhandenen Budgets sofort realisieren können.

Ihren ROI verstehen

Wägen Sie bei der Überprüfung Ihres Budgets die Ausgaben für die Risikominderung gegen die potenziellen Kosteneinsparungen ab, die Sie im Zuge der Senkung des Risikos erzielen. Wenn Sie über ein leistungsstarkes Programm verfügen, können Sie bei der Betrachtung des ROI beispielsweise auf Kosteneinsparungen, etwa eine geringere Versicherungsprämie für die Cybersicherheit, hinweisen. Sie werden außerdem feststellen, dass der Aufbau wirksamerer Kontrollen im Bereich Risikomanagement dazu beiträgt, das Betrugsrisiko zu senken und die Verluste Ihres Unternehmens durch Wirtschaftsdelikte zu minimieren, die ansonsten möglicherweise unbemerkt bleiben.

Durch den Umstieg auf eine effizientere, hoch automatisierte Risikomanagementlösung können Sie auch den manuellen Arbeitsaufwand Ihrer Risikomanagementabteilung erheblich reduzieren. So kann sich Ihr Team stärker auf strategische Aufgaben statt auf die Erfüllung alltäglicher Compliance-Anforderungen konzentrieren.

Die Einrichtung eines leistungsstärkeren Systems interner Kontrollen verschafft Ihrem Unternehmen auch einen größeren Wettbewerbsvorteil bei der Neugeschäftsakquise. Und wenn Sie einen Börsengang ins Auge fassen, werden Sie die Anforderungen des Sarbanes-Oxley (SOX) Act nur dann erfüllen können, wenn Sie strenge Protokolle für die sichere Verwaltung Ihrer Daten entwickeln. Die Einführung strenger Cybersicherheitsprotokolle wird damit also unerlässlich.

Wenn Sie diese potenziellen Kosteneinsparungen, in finanzieller Hinsicht als auch in Form anderer Vorteile, detailliert aufzeigen, können Sie die Unterstützung Ihres Vorstands und des C-Levels gewinnen.

Eine Lösung für das Cybersicherheitsmanagement auswählen

Nachdem Sie Ihre wichtigsten Geschäftsziele bestimmt, diesen die entsprechenden Risiken zugeordnet und die Zustimmung der Geschäftsleitung für mehr Ressourcen für die Cybersicherheit gewonnen haben, sollte Ihr nächster Schritt in der Auswahl der richtigen Lösung für das Management Ihre Cyberrisiko-Initiativen bestehen.

Achten Sie bei der Auswahl darauf, dass sich die Plattform in bestehende Systeme, beispielsweise Ihre ERP-Lösung und Ihre Buchhaltungssoftware, integrieren lässt, damit Sie alle Geschäftsdaten auf einer Plattform sammeln und analysieren können. Um eine reibungslose Zusammenarbeit zu gewährleisten, sollte Ihr gesamtes Risikomanagement-Team auf die Lösung zugreifen können, damit die Teams Erkenntnisse austauschen und sich gegenseitig bei der Arbeit unterstützen können.

Damit Sie Ihre Cyberrisikolandschaft analysieren und Trends erkennen können, die aktives Eingreifen notwendig machen, benötigen Sie eine Lösung, die über fundierte Analysefunktionen verfügt und Echtzeit-Analysen sowie ein Warnsystem für erhöhte Risiken und Handlungsoptionen bietet. Auf der Grundlage aktueller Daten können Sie vielfältigste Berichte und visuelle Darstellungen erstellen, die Sie Ihren Führungskräften zur Unterstützung von Geschäftsentscheidungen vorlegen können.

Mit einer erstklassigen Plattform für das Cyberrisikomanagement ist Ihr Unternehmen bestens aufgestellt, um nicht nur die Compliance-Ziele zu erreichen, sondern auch eine Vielzahl von möglicherweise auftretenden Risikofaktoren managen und mindern zu können. Das sichert die Stabilität Ihres Unternehmens und gibt Ihnen das Vertrauen, strategische Geschäftsentscheidungen zu treffen, die sich auf Ihr zukünftiges Risikoniveau auswirken können.

Wenn Sie Argumente für das Management des Cyberrisikos aufzeigen, tragen Sie dazu bei, dass Ihr Unternehmen die Rolle der Risikomanagement-Funktion aufwertet. Gleichzeitig versetzen Sie Ihr Team in die Lage, Erkenntnisse zu präsentieren, die einen hohen ROI generieren und Ihr Unternehmen zukunftssicher machen.

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